1986 schlossen sich Eltern von acht unterschiedlich stark behinderten Kindern in der Initiative Werkstadthaus Hamburg zusammen. Sie realisierten ein bis dahin einzigartiges Projekt in Europa, das Stadthaushotel Altona, damit ihre Kinder sinnvoll arbeiten sowie eine Wohngruppe, damit sie zusammen leben konnten. Inzwischen ist das Projekt Vorbild für viele andere Projekte.

Leitbild Werkstadthaus Hamburg

Integration ist im Werkstadthaus nicht nur anzustrebendes Ziel, sondern Realität.

Mitarbeiter / innen Stadthaushotel Altona

Mitarbeiter

Stadthaushotel Altona

  • Präambel Open or Close

    Integration ist in diesem Projekt nicht nur anzustrebendes Ziel, sondern Realität. Die Teilhabe in allen Lebensbereichen ist für Menschen mit Behinderungen gewährleistet. Sichtbar leisten die Menschen mit Behinderungen entsprechend ihren Fähigkeiten durch Arbeit ihren Beitrag innerhalb der Gesellschaft. Soziale Integration und wirtschaftliches Arbeiten ist ein Prestige für uns und die Stadt Hamburg. Zum Gelingen trägt die Betreuung innerhalb einer bewohnerorientierten, auf Mitbestimmung Wert legende Wohngruppe bei. Ein sich durch hohe Kontinuität und Fachkompetenz auszeichnendes Team sowie sich aktiv beteiligende Eltern sichern und runden die Umsetzung des Gesamtkonzeptes ab.

  • Wer sind wir?Open or Close

    Die Wohngruppe Werkstadthaus ist ein Projekt, in dem Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Behinderungsgraden zusammenleben und sofern möglich arbeiten. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen eine hohe Lebensqualität geboten wird, und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sowie die Integration im Stadtteil ermöglicht werden. Die Wohngruppe arbeitet nach einem leistungsstarken, wirtschaftlichen Konzept, das für die Stadt äußerst effizient ist. In unserem Konzept steht die individuelle Förderung und Entwicklung der Menschen im Vordergrund. Durch „Gemeinsames Wohnen und Arbeiten“ wird nicht nur der Teilhabe- und Integrationsgedanke in den Vordergrund gestellt, sondern die Stärken der Menschen für gesellschaftlich nützliche und anerkannte Arbeit genutzt. Dieses Konzept hat sich bewährt und auch bei möglichem, im Verlauf auftretendem, höherem Pflegeaufwand einzelner Bewohnerinnen und Bewohner stellen wir uns dieser Aufgabe und setzen uns für diesen konzeptionellen Ansatz ein.

  • Wen sprechen wir an? Open or Close

    Unser Angebot richtet sich an erwachsene Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen, die bereit und fähig sind, in einer Gemeinschaft zu leben. Wir zeigen der interessierten Öffentlichkeit durch unsere Arbeit, dass Menschen mit Behinderungen ein Recht auf ein ausgefülltes Leben mit hoher Lebensqualität, gesellschaftlicher Anerkennung und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben, und dass wir in dieser Arbeit eine Bereicherung unseres Lebens durch Menschen mit Behinderungen erkennen.

  • Was sind unsere Ziele? Open or Close

    Wir befähigen unsere Bewohnerinnen und Bewohner, entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten und abhängig von Behinderungsart und Stand der psychischen und physischen Entwicklung, möglichst weitgehend selbstverantwortlich, sich und anderen gegenüber, zu leben und zu handeln. Wir streben eine – soweit möglich – selbstbestimmt organisierte Wohngruppe an, in der sich die Bewohnerinnen und Bewohner zuhause fühlen und die ihnen gegenseitige Annahme, Wertschätzung, Sicherheit, Orientierung und Integration bietet.

  • Wie verstehen wir unsere Aufgaben? Open or Close

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Aufgabe, Bedürfnisse zu erkennen, Perspektiven und Ziele zu eröffnen und diese mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu kommunizieren, sowie Konsequenzen aufzuzeigen. Sie helfen bei Entscheidungsfindung, begleiten und lenken die unterschiedlichen Entwicklungsprozesse. Die Befindlichkeiten, Bedürfnisse und Entwicklungsziele der Bewohnerinnen und Bewohner stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir begreifen sie als Auftraggeber, die unsere angebotenen Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

  • Was bieten wir? Open or Close

    Zur Erreichung einer qualitativ hohen individuellen Förderung in allen Lebensbereichen gehören regelhaft individuelle Hilfepläne und eine ziel- und ressourcenorientierte Handlungsweise. Für uns selbstverständlich, bieten wir Orientierung, Sicherheit und Schutz sowie Hilfestellung, Assistenz und Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags. Darüber hinaus bieten wir Begegnung/Auseinandersetzung sowie Freiräume, um sich ausprobieren und Wagnisse eingehen zu können. Als Absicherung dieser Prozesse besteht ein von dem Team aktiv gestalteter Rahmen, der es möglich macht, mit anderen zu wohnen, zu kommunizieren und das Leben mitbestimmend zu gestalten. Wichtig ist uns durch Einzel-, Gruppen- und Kleingruppenaktivitäten vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen.

  • Wie arbeiten wir? Open or Close

    Wir arbeiten auf der Beziehungsebene mit Empathie, Authentizität, Respekt und Verantwortung. Die Reflexion im Team ist unsere Kontrollinstanz. Darüber hinaus verstehen wir uns auch als Dienstleister, insbesondere zur Erreichung der in der individuellen Hilfeplanung gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern erarbeiteten Zielsetzung. Teamarbeit sehen wir auch für die Zukunft als ein wichtiges Instrument um gute Leistungen zu erbringen. Unser Ziel ist es, die Teamarbeit zu optimieren und zu reflektieren. Um die derzeitig hohe Qualität der Leistung zu sichern, sehen wir den Erhalt des Personalbestandes als Voraussetzung. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Förderkreis Werkstadthaus Hamburg

Seit 2001 ist das Werkstadthaus ein Teil des Netzwerkes von jhj Hamburg.
Die Eltern engagieren sich aber weiterhin im Förderkreis Werkstadthaus.

1986 gründeten Eltern acht unterschiedlich behinderter Menschen den Verein Werkstadthaus Hamburg. Ziel des Vereins war und ist eine sinnvolle Arbeit, die angemessene Anerkennung und Bezahlung der Arbeitsleistung, eine vorbildlich pflegerische Betreuung sowie Integration ihrer Kinder in die Nachbarschaft durch Offenheit nach außen. Dazu gründeten sie ein kleines Hotel, das Stadthaushotel. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Handicap zusammen, so haben neun der zwölf Mitarbeiter geistige und körperliche Behinderungen. Einige der Mitarbeiter leben der Wohngruppe in der Holstenstrasse 116 zusammen. Für die schwerstmehrfachbehinderten Frauen der Wohngruppe wurde eine Tagesförderung eingerichtet, in der künstlerisch wertvolle Produkte angefertigt werden. Im Jahr 2001 ging die Verantwortung für das Werkstadthaus von den Gründungseltern auf den Verein jhj Hamburg über. Die Eltern engagieren sich weiterhin in einem Förderkreis, der dem Werkstadthaus e.V. angegliedert ist.

  • Bericht: Förderkreis Werkstadthaus Hamburg Open or Close

    Bitte richten Sie Ihren Blick auf den neben stehenden aus Ton geformten kleinen Zwerg. Sie merken, das ist kein normaler Gartenzwerg. Ohren, Nase und Zipfelmütze sind zu groß, die Augen zu klein. Er faltet die Hände, und zeigt deutlich, dass Zwergenfleiß nun gerade nicht zu seinen Kerneigenschaften gehört. Aber er schaut offen, aufmerksam und freundlich auf die Welt. Alles an ihm zeigt, dass er einmaliger Zwerg ist, ein, wie wir finden, trotz der eingebrachten Ironie ansprechendes, anspruchsvolles Unikat. Und man merkt ihm ganz sicherlich nicht an, dass er in Handarbeit von zwei stark behinderten Frauen zusammen mit ihrer Betreuerin im Werkstadthaus Hamburg angefertigt wurde. Das Beispiel soll das Ziel des Vereins für die von ihm betreuten geistig behinderten Menschen zeigen.

     Sie sollen bei arbeitstherapeutischer Beschäftigung anspruchsvolle und sinnvolle Produkte herstellen,  eine entsprechend ihren Fähigkeiten (mitreißende Freundlichkeit und Ehrlichkeit) angemessen bezahlte Arbeit erhalten,  weniger durch ihre Behinderungen, als durch eine besonders schöne Gestaltung ihrer Umgebung auffallen,  vorbildlich pflegerisch betreut werden,  die Anerkennung und Zuneigung der Nachbarn und Bewohner des Stadtteils gewinnen,  ihre Probleme und Behinderungen nicht verstecken, sondern Lösungen aufzeigen und auch für Probleme anderer offen sein,  durch Offenheit nach außen vielfältige Anregungen erhalten und geben.

    Dazu betreibt der Verein, der 1986 von Eltern acht unterschiedlicher behinderter Menschen im Alter von jetzt 35 bis 41 Jahren gegründet wurde, hier in Hamburg eine Wohngruppe in der Holstenstrasse 116. Dort befindet sich auch ein kleines Hotel – das Stadthaushotel – mit 21 Betten, in dem wir behinderten und nichtbehinderten Gästen eine Übernachtungsmöglichkeit bieten. In dem Hotel arbeiten u.a. 6 geistig behinderte Menschen, davon 4 aus der Wohngruppe

    Für die beiden schwerstmehrfachbehinderten Frauen der Wohngruppe wurde eine Tagesförderung eingerichtet, in der künstlerisch wertvolle Produkte angefertigt werden. Weiterhin befindet sich in der Wohngruppe eine kleine Wäscherei, in der auch die Hotelwäsche gepflegt wird.

    Im Jahr 2001 ging die Verantwortung für das Werkstadthaus von den Gründungseltern auf den Verein jhj Hamburg über. Die Eltern engagieren sich weiterhin in einem Förderkreis, der dem Werkstadthaus e.V. angegliedert ist.

    Das Leben in der Wohngruppe ist von der Vielfalt der Bewohner geprägt. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Begabungen und Behinderungen und ihrer ausnahmslos großen Freundlichkeit und unbestechlichen Ehrlichkeit ist das Zusammenleben in einer liebevollen Atmosphäre abwechslungsreich und nie langweilig. Bereichert wird das Zusammenleben insbesondere durch den täglichen Kontakt mit den Hotelgästen, aber auch durch die unterschiedlichen Hobbies der Bewohner (klassische Musik, Tierpark, Schwimmen, Malen, Lesen, Tanzen) denen sie mit individuell mehr oder weniger erforderlicher Unterstützung durch die Betreuer nachgehen können. Ein Teil der Bewohner kennt sich schon seit über 35 Jahren aus Kindergarten- und Schulzeit in einer Behinderteneinrichtung.

    Die gute Stimmung macht es offensichtlich auch den Betreuern leicht, gerne bei uns zu arbeiten.

    Seit der Gründung wurde das Projekt oder am Projekt beteiligte Personen mit dem Bürgerpreis, dem Senator Neumann Preis, dem goldenen Chromosom und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

    Wir können Spendenbescheinigungen ausstellen, da wir gemäß Freistellungs­bescheid des Finanzamts von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit sind, weil wir ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken im Sinne der §§ 52 ff. AO dienen.

    Quelle: Henning Born, Mitbegründer des Vereins Werkstadthaus und Mitglied im Förderverein


Ein kleiner Abriss unserer Geschichte

  • 1987 Gründung des Vereins Werkstadthaus Hamburg – gemeinsames Wohnen und Arbeiten behinderter Bürger e.V. von Eltern behinderter junger Menschen, mit dem Ziel ihren Kindern eine tragfähige Verbindung von Arbeit und Wohnen zu ermöglichen
  • 1987 Planung des Hotelvorhabens
  • 1991 Grundsteinlegung des Stadthaushotels
  • 1993 Eröffnung des Hotels Stadthaushotel;
  • 1993 Auszeichnung mit dem Anerkennungspreis des Hamburger Bürgerpreises
  • 1994 Auszeichnung mit dem Senator-Neuman-Preis
  • 2000 Integration des Vereins Werkstadthaus Hamburg e. V. in den Verein jhj Hamburg
  • 2000 Ausbau und Erweiterung des Hotelangebotes
  • 2002 DEHOGA Zertifizierung als Drei-Sterne-Hotel
  • 2006 Auszeichnung der Internetseite des Stadthaushotels mit dem BIENE-Award
  • 2008 Landessieger für das Bundesland Hamburg, beim Wettbewerb Mutmacher der Nation
  • 2009 Bundesverdienstkreuz für Henning Born, Mitbegründer des Stadthaushotels
  • 2013 Jubiläum 20 Jahre Stadthaushotel Altona

Das Stadthaushotel – Anders und gut

Das Stadthaushotel Hamburg Altona wurde als erstes Integrationshotel Europas bekannt.

Das Stadthaushotel Altona

In dem integrativen Hotel arbeiten und lernen Menschen mit und ohne Handicap zusammen; so haben neun der zwölf Mitarbeiter des Stadthaushotels geistige und körperliche Behinderungen.Besucht wird das Drei-Sterne-Hotel aber zu 70 % von Geschäftsleuten, Familien und Touristen aus der ganzen Welt. In zahlreichen Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen, auch international, wurde über das Hotel berichtet.
www.stadthaushotel.de

Das Stadthaushotel Hafencity

Der Betreiber des Stadthaushotels Altona plant ein weiteres Integrationshotel, in der Hafencity Hamburg. Mit 80 Zimmern, einem Restaurant, einem Konferenz- und Festsaal sowie einem Tagungsraum, entstünde so das größte Integrationshotel Europas. 40 der 60 neu entstehenden Arbeitsplätze, sind für Menschen mit Handicap gedacht. Hamburger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur unterstützen das Vorhaben.
www.hotel-hafencity.de

Möchten Sie helfen?

Schätzen Sie Ihren Beitrag nicht zu gering!

Spendenkonto

Bank: Hamburger Sparkasse | HASPA
Inhaber: jhj Hamburg e. V.
Kontonummer: 1295 156 028
BLZ: 200 505 50
IBAN: DE88200505501295156028
BIC: HASPDEHHXXX

Wir können Spendenbescheinigungen ausstellen. Wir sind gemäß Freistellungsbescheid des Finanzamts von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit. Wir dienen ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken im Sinne der §§ 52 ff. AO.

Möchten Sie uns etwas mitteilen?

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht | Ansprechpersonen

Impressum und Ansprechpersonen

Werkstadthaus Hamburg — Gemeinsames Wohnen und Arbeiten behinderter Bürger e.V.
jhj Hamburg e.V.

Max-Brauer-Allee 116
22765 Hamburg
Telefon: +49 40 306882-0
Telefax: +49 40 306882-10
E-Mail: verein@jugend-hilft-jugend.de
Internet: www.jugend-hilft-jugend.de

Werkstadthaus Hamburg

Max-Brauer-Allee 116
22765 Hamburg
Telefon: +49 40 306882-0
Telefax: +49 40 306882-10
Internet: www.werkstadthaus.jhj.de
E-Mail: info@werkstadthaus.jhj.de

Förderverein Werkstadthaus Hamburg

c/o Henning Born
Körnerstr. 11 22301 Hamburg
Telefon: +49 40 2797009
Telefax: +49 40 27800885


Seit 2001 ist der Verein Werkstadthaus Hamburg Bestandteil des Netzwerkes von jhj Hamburg- jhj Hamburg existiert als Träger der Sucht- und Jugendarbeit seit 1970 und betreibt ein sozialtherapeutisch ausgerichtetes Hilfesystem in der Freien und Hansestadt Hamburg.